Stadtbibliotheken weiter millionenfach gefragt

Foto © Jo Achim Geschke: Bücherstapel

Das das Lesen von Büchern ausstirbt, kann keiner behaupten, auch wenn immer mehr Menschen am Laptop oder Smartphone lesen und viele Menschen in der Stadtbibliothek Kochbücher und Reiseführer ausleihen. Aber die Ausleihe über Internet und von elektronischen Medien nimmt weiter rasant zu. Im vorigen Jahr haben Düsseldorfer in den Stadtbibliotheken 5 Millionen Medien ausgeliehen- wie in den zwei Jahren zuvor auch schon. An jedem Öffnungstag nahmen die Kundinnen und Kunden durchschnittlich mehr als 17.000 Bücher, CDs, DVDs, Zeitschriften oder Spiele mit nach Hause. In der Zentralbibliothek verzeichneten insbesondere Sprachmedien, Medizinthemen und Literatur über Düsseldorf im Jahr der 725-Jahr-Feier Zuwächse. In den Stadtteilbüchereien waren Belletristik und Sachliteratur gleichermaßen gefragt, das verzeichnet die Bilanz für 2013.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 wurden in den Stadtbüchereien Düsseldorf bereits knapp 2,6 Millionen Medien ausgeliehen – eine Rekordausleihe für das Jahr 2014 ist also möglich.

Rund 8.000 Besucherinnen und Besucher zählen die Stadtbüchereien täglich. Davon kommen über 4.600 an jedem Öffnungstag in die Zentralbibliothek oder eine der Zweigstellen. Mehr als 3.300 Kundinnen und Kunden nutzen daneben täglich das Angebot auf virtuellem Weg via Internet, leihen eMedien in der onlineBibliothek aus, begeben sich auf Informationssuche in den digitalen Rechercheangeboten oder verlängern ihre entliehenen Medien.

Die enorme Nachfrage nach eMedien der Düsseldorfer onlineBibliothek setzte sich auch 2013 ungebremst fort. Mit über 186.000 eMedienausleihen wurde eine Steigerung um 55,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Allein 2.000 neue Kundinnen und Kunden verzeichneten die Stadtbüchereien 2013, die ausschließlich die Dienste der onlineBibliothek nutzen. Insbesondere zu den Zeiten, an denen die Stadtbüchereien geschlossen sind – also nach 20 Uhr und an den Wochenenden – wurden Ausleihrekorde erzielt. Die große Nachfrage nach den angebotenen Einführungen in die Nutzung der onlineBibliothek unterstreicht den Gesamttrend.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machen inzwischen 35,6 Prozent der Kundschaft der Stadtbüchereien aus, Tendenz steigend. Ein über Jahre aufgebautes abgestimmtes Stufenkonzept vom „Lesegarten“ für die Kleinsten bis zu Jugendangeboten wie „freestyle“ oder Recherchetrainings trägt Früchte.
Die Bibliothek als Lesestube und Treff

Die Zahl der Menschen, die nicht nur in die Bibliothek kommen, um Medien auszuleihen, sondern sich dort länger aufhalten, um zu lesen, zu lernen oder eine Veranstaltung zu besuchen, wächst stetig an. Um diesen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, wurde in der Zentralbibliothek ein Raum für Literatur- und Musikveranstaltungen eingerichtet, das „Lesefenster“. Bis zu 180 Besucherinnen und Besucher finden hier Platz. Während der Öffnungszeiten wird das „Lesefenster“ insbesondere von Zeitungslesern genutzt.
Ein neues „Lernstudio“ in der Zentralbibliothek bietet darüber hinaus 30 ruhige Arbeitsplätze, die insbesondere von Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Vormittags werden im „Lernstudio“ Recherchetrainings für Schulklassen angeboten.

Projekte für 2014

Mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW wird vom 20. Oktober bis 15. November die Kinderbibliothek in den Räumen am Bertha-von-Suttner-Platz neu gestaltet. Die offizielle Wiedereröffnung ist für den 22. November geplant. Unter dem Motto „Vom Lesegarten zum Lesegipfel“ sollen junge Leser zum Entdecken von Literatur „verführt“ werden.

Seit Mai setzen die Stadtbüchereien eine neue Bibliothekssoftware ein, die den Kundinnen und Kunden die Literaturrecherche und -bestellung komfortabel macht. Auch die Möglichkeit der Eingrenzung der Mediensuche auf einen Bibliotheksstandort findet sehr positive Resonanz.

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