Zu viele leere Wohnungen ?

(Foto © Jo Achim Geschke)

Schon vor Monaten hat der Ring Deutscher Makler (RDM) darüber informiert, dass der Markt für teure Wohnungen mit Mieten über 11 Euro pro Quadratmeter gesättigt ist und solvente potentielle Mieter nicht mehr bereit sind, mehr als 11 €/ m² zu zahlen. Die Folge, über die in den Ferien Medienberichteten: Wohnungen stehen leer. Und das bei einem Markt, auf dem vor allem geförderte und bezahlbare Unterkünfte fehlen. Für die Grünen zeigt de Marktsituation klar: Leerstehende Wohnungen im teuren Preissegment bedeuten, dass sich Investoren auf der Suche nach hohen Renditen schlichtweg verspekuliert haben.

Zu Presseberichten über leerstehende Wohnungen im hochpreisigen Segment erklärt Marcus Voelker, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion: „Die Zahlen zeigen, dass sich viele Investoren im Hochpreissegment verspekuliert haben. In den vergangenen Jahren mussten sie keine Quoten beachten und haben am Markt vorbei gebaut. Jetzt spekulieren die meisten von ihnen weiter. Trotz Leerstand gehen sie nicht mit den geforderten Mieten runter, sondern warten weiter auf zahlungskräftige Kundschaft.“

Aus Sicht von Voelker ist die Situation auch das Ergebnis einer fehlenden Vielfalt der Investoren in Düsseldorf. „Der Wohnungsmarkt wurde zuletzt von renditeorientierte Entwicklern dominiert. Wir brauchen dringend mehr aktive und engagierte Akteure, die sowohl die Bedürfnisse der Mieter*innen im Blick haben, als auch die Entwicklung in den Wohnquartieren. Dabei helfen uns die 40% Quote des Handlungskonzeptes und die in der Kooperationsvereinbarung mit SPD und FDP vereinbarte Unterstützung von innovativen Genossenschaften und Baugruppen“. Damit argumentiert Voelker auch gegen frühere Bestrebungen von OB Thoma Geisel, bei Neubaugebieten 30 Prozent (statt 20 + 20) geförderte Einheiten festzulegen.

Voelker warnt abschließend davor, aufgrund der Zahl der leerstehenden Wohnungen im Neubau nachzulassen. „Wir bewegen uns in Richtung 2.000 neue Wohnungen pro Jahr und müssen dieses Niveau über die nächsten Jahre stabil halten. Durch das Handlungskonzept wird dabei dann auch die Mischung stimmen“, meint Voelker, der im Rat wie alle Grünen für das Handlungskonzept gestimmt hatte.

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