Archiv der Kategorie: Kultur, Musik ,

Veranstaltungen, Termine

Fiftyfifty feiert 20 Jahre mit Kabarettisten

20 Jahre und kein bisschen leise. Im nächsten Frühjahr begeht fiftyfifty einen runden Geburtstag. Am 22.12. ab 20 Uhr feiert Fiftyfifty mit einer kabarettistischen Jahresendabrechnung im Kulturzentrum zakk (Fichtenstr. 40) rein. Mit dabei Top-Acts der Kleinkunstbühne: Christian Ehring, Sabine Wiegand alias “Dat Rosi”, Martin Maier-Bode, Jens Neutag und Tina Teubner mit Ben Süverkrüp.

Karten im Vorverkauf für nur 20 Euro (zugunsten unserer Tierhilfe “Underdog”) hier: http://www.zakk.de/vvk-neu/test/vvk2.php.

Gedenken an die Pogromnacht

Die katholische und evangelische Kirche in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Mahn- und Gedenkstätte laden zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst anlässlich der Pogromnacht am 9. November in die Kirche St. Peter am Kirchplatz in Bilk. An den Gottesdienst ab 18 Uhr schließt sich das Gedenkkonzert „As Gotteshusen brennt hebben“ mit der Gruppe Laway & friends an. Das Gedenkkonzert umfasst die Kantate Mauthausen von Mikis Theodorakis, plattdeutsch bearbeitet von Gerd Brandt, und den Zyklus Israel von Hans-Hermann Briese in der Neubearbeitung von Laway.

 

Der jüdische Schriftstelle und Bühnenautor Iakovos Kambanellis, Überlebender des KZ Mauthausen, veröffentlichte 1965 seine Erinnerungen als „Mauthausen Chronik“ und schrieb auch einen Gedichtzyklus, den Mikis Theodorakis unter dem Titel „Mauthausen“ ebenfalls 1965 vertonte. Gerd Brandt hat die beeindruckenden Verse in das ostfriesische Plattdeutsch übertragen, eine hochdeutsche Einführung wird gegeben. Dr. Hans-Hermann-Briese schrieb während eines Israel-Besuches seinen Gedichtzyklus „ISRAEL“, der 1990 mit dem Freudenthal-Preis ausgezeichnet wurde. Diesen Zyklus haben Musiker der Gruppe Laway musikalisch bearbeitet und mit Liedern aus Israel ergänzt.

Zakk Literaturautomat steht bald in Athen

Die Literatur im Format einer Zigarettensschachtel geht auf Reisen – mit einer deutsch-griechischen Ausgabe die bald in Athen stehen wird. Zuvor wird die deutsch-griechische Textzusammenarbeit am kommenden Freitag im griechischen Generalkonsulat in Düsseldorf vorgestellt.

Die Initiatoren des Literaturautomaten, Zakk und Art Connection, haben mit der „Gesellschaft griechischer AutorInnen in Deutschland e.V.“ eine bilinguale Spezialausgabe erstellt. Deutsch-griechische Lyrik, Wortspiele und Prosa im Zigarettenschachtelformat. Bei einem Literaturabend mit dem Titel: „Eine Schachtel Literatur“ werden im griechischen Generalkonsulat die Autoren Petros Kyrimis, Ivo Meraskendis, Anna Tastoglou, Andreas Deffner, Michalis Patentalis und Nona Simakis aus ihren Werken lesen.

Der Literatur Automat wird vorgestellt von Pamela Granderath (Lyrikerin, Art Connection), Michalis Patentalis(Schriftsteller, GGA-BRD ) und Niki Eideneier (Verlegerin Romiosini Verlag). Die Lesung wird ergänzt durch Gespräche über die Welt der deutsch-griechischen Literatur. Der Automat wird dann ab März 2015 dauerhaft im Goethe Institut Athen hängen und mit weiteren Spezialausgaben befüllt.
Termin: 31.10.2014 um 18:00 Uhr
griechisches Generalkonsulat in Düsseldorf
Willi Becker Allee 11

Ein Abend über Chet Baker

Vor 85 Jahren geboren, wurde der legendäre Trompeter nur 58 Jahre alt, als er unter mysteriösen Umständen in Amsterdam verstarb. Ist er im Rausch aus dem Fenster gefallen? Hat er Selbstmord begangen? Oder hat er versucht, an der Fassade hochzuklettern, weil er mal wieder seinen Schlüssel vergessen hatte? Oder war es Mord – hat ihn jemand aus dem Fenster geworfen, weil er seine Drogen nicht bezahlen konnte? Die Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1, lädt am Donnerstag, 30. Oktober, um 20 Uhr zum musikalisch-literarischen Programm über Chet Baker ein.
Der Wuppertaler Sprecher und Schauspieler Olaf Reitz rezitiert Texte über Chet Baker, den Soundtrack liefert eine Trio-Besetzung wie es Baker in seinen letzten Lebensjahren häufig bevorzugte: mit Martin Zobel an der Trompete, Bert Fastenrath an der Gitarre und Harald Eller am Bass. Die Poesie der Texte und der intime Sound des Trios verbinden sich zu einer Hommage an diesen großartigen Musiker.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Miteinander reden – Motto: „Teilen“

(Einladung zum Dialog – Foto © Jo Achim Geschke)

Am Samstag, 8. November, findet zum zweiten Mal ein Dialog-Tag statt, an dem sich die Evangelische Kirchengemeinde Eller, die Rheinbahn, der Türkisch-Islamischer Kulturverein Benrath, der SPD-Ortsverein Holthausen/Itter/Himmelgeist und weitere Institutionen und Vereine in Düsseldorf beteiligen. Das Motto in diesem Jahr heißt „Teilen“. An verschiedenen Orten in Düsseldorf versammeln sich jeweils sechs bis acht Menschen mit einer Dialogbegleiterin oder einem Dialogbegleiter an einem Tisch und entwickeln ihre Gedanken zum Teilen in einer globalisierten Welt, Teilen als Aufruf zum bürgerschaftlichen Engagement und tauschen sich über persönliche Erfahrungen des Teilens aus.

„Den Dialog zu suchen, schafft Vertrauen. Es ermuntert zum Gedankenaustausch über vielfältige Themen und ruf zum Miteinander und zur Kooperation auf. Ich wünsche dem Dialog-Tag-Projekt 2014 in Düsseldorf eine gute Resonanz mit vielen ebenso leidenschaftlich-kontroversen wie konstruktiven Diskussionen“, sagt Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf in seinem Grußwort zu dem nach den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center im September 2001 in den Niederlanden ins Leben gerufene Dialog-Tag-Projekt.

Dialog-Tag-Treffen in Eller

In Eller findet das Dialog-Tag-Treffen am 8. November, um 15 Uhr im Gemeindezentrum der evangelischen Schlosskirche, Schlossallee 8, statt. Informationen gibt es bei Pfarrer Dietmar Silbersiepe per Mail unter dsilbersiepe@t-online.de.

Selbst einen Dialog-Tisch einrichten

„Alle Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Düsseldorf sind aufgerufen und eingeladen, am  8. November selbst Dialog-Tische im ganzen Stadtgebiet einzurichten. Sie brauchen nicht viel: Einen Tisch und Stühle für sechs bis acht Personen, Getränke und etwas Gebäck. Wir vermitteln Dialogbegleiterinnen und -begleiter. Und natürlich können Menschen auch als Gast an einem Dialog-Tisch teilnehmen“, sagt Monika Lent-Öztürk, Vorsitzende des Vereins Mosaik.

Informationen zum Dialog-Tag 2014 in Düsseldorf sind im Internet unter www.mosaikev.de und unter 0172.9610718 erhältlich.

Zakk mit Kultur gegen den grauen November

(Fotomontage © Jo Achim Geschke)

Nicht nur das bereits legendäre 3-Tage-Rennen mit vielen Bands, auch große Namen wie Funny van Dannen, Bela B. oder Wissenschaftler beim Sunday Science Slam kämpfen im November gegen den grauen und meist mit Depri-Sendungen im Fernsehen ausgefüllten Monat. Wir bringen eine Programmpunkte und den Link zum gesamten Programm beim Zakk, Fichtenstraße 40.

Einige der vielen Höhepunkte sind laut Zakk Bela B. (24.11.), Wiederbegegnungen mit DAF und Fehlfarben (8.11.) und Funny van Dannen (21.11.), groovige Neuentdeckungen wie Jungle aus London (25.11.) und natürliches das legendäre 3 Tage Rennen (20.-22.11.).

Das gesprochene oder gelesene Wort kommt ebenfalls in vielfältigster Form daher: Deniz Uzla liest aus seinem berührenden Romandebüt „Die Ungehaltenen“ (3.11.), Zärtlichkeiten mit Freunden feiern irgendwie Bühnenjubiläum, sechs Jahre, mit einem Best Of (6.11.), Frischfleisch Comedy zerrt die Besten der letzten Shows zur Jahresendabrechnung auf die Bühne (18.11.) und beim Sunday Science Slam lassen sich Wissenschaftler für ihren Vortrag auslachen (23.11.).
Am Samstag, 1. November, eröffnen „Stiff little Fingers“ – Punkrock aus UK, mit ihrem einzigen Konzert in NRW ab 20 Uhr das November-Vetreibungsprogramm. Präsentiert von taz, Ox Fanzine & Plasticbomb, , DJ Hubi 40 an den decks
VVK: 22,- €

Sonntag 02.11.- 15:00h  : Straßenleben, ein Stadtrundgang mit VerkäuferInnen der Fifty-fifty, Düsseldorf aus einer anderen Perspektive.
Arme und wohnungslose Menschen zeigen Orte aus ihrer Düsseldorfer Lebenswelt. Unter strassenleben.org kann man einen interessanten Kino-Trailer dazu anschauen und Infos zum Projekt nachlesen. VVK Ticket 7,-€/ 5,-€ ermäßigt.

Montag, 03.11.- 19:00h, liest Deniz Utlu aus seinem Roman „Die Ungehaltenen“. Zitat: „Meine Stadt bestand aus zwei Straßen. Die eine führte ins Hühnerhaus, die andere zu Onkel Cemal.“
AK: 5,- €

 

Am Samstag, 08.11., kommen ab 20:00 Uhr Legenden aus dem Ratinger Hof auf die Bühne:
DAF – DEUTSCH AMERIKANISCHE FREUNDSCHAFT & FEHLFARBEN, Motto „Verschwende Deine Jugend 2014“. Karten zum Zusammentreffen der beiden Legenden aus der Ratinger Hof-Ära kosten im VVK: 31,- €

 

Passend irgendwie zum November: Donnerstag, 13.11. ab 19:30 Uhr :
VIOLETTBUCH KIRCHENFINANZEN: WIE DER STAAT DIE KIRCHEN FINANZIERT , Information & Diskussion Mit Dr. Carsten Frerk (Berlin)
Eintritt frei.

 

Am Montag, 17.11., ab 20:30 Uhr, kommt NIELS FREVERT & BAND, Paradies der gefälschten Dinge- Tour 2014. Der Ex-Nationalgalerie Frontman stellt sein neues Album vor, präsentiert von Rolling Stone. VVK: 19,- € / AK: 23,- €

 

Wichtig für alle jungen Bands: Donnerstag, 20.11., ab 19:30 Uhr, der NEWCOMER CONTEST, 3 Tage Rennen 2014. Bis zum 24.10.2014 können sich junge Bands und MusikerInnen bewerben! Eintritt frei.

 

Nicht zu vergessen Funny van Dannen, Bela B. und viel mehr … Das ganze Programm auf

www.zakk.de

Alexander Kluge erhält den Heine Preis 2014

(Foto Heine-Denkmal von Bert Gerresheim © Jo Achim Geschke)

Der Filmemacher, Schriftsteller und promovierte Rechtsanwalt Prof. Dr. Alexander Kluge wird mit dem Heine-Preis 2014 der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Der Heine-Preis zählt zu den bedeutendsten Literatur- und Persönlichkeitspreisen in Deutschland und wird seit 1972 verliehen; er ist mit 50.000 Euro dotiert und nimmt damit einen Spitzenplatz im deutschsprachigen Raum ein. Am 13. Dezember – an Heinrich Heines 217. Geburtstag – wird Oberbürgermeister Thomas Geisel den Preis in einem Festakt überreichen.

Die Heine-Preis-Jury traf ihre Entscheidung für Alexander Kluge am Sonntag, 19. Oktober. Die Jury begründete ihr Votum wie folgt: „Der Heinrich-Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf 2014 wird an Alexander Kluge verliehen. Ohne Schere im Kopf montiert er subjektive Erfahrungen und authentische Materialien zu Kunstwerken, die ins Staunen versetzen und die moderne Existenz zugleich spiegeln und herausfordern. Als wichtiger Vertreter der kritischen Theorie knüpft er an das poetische, publizistische und politische Schaffen Heinrich Heines an.“

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, der als Vorsitzender der Jury den hoch erfreuten Preisträger telefonisch über die Jury-Entscheidung informierte: „Für Alexander Kluge hebt das Nachdenken über die Welt mit dem Staunen an. Was er montiert, ob in filmischen Essays oder in seinen zahlreichen Publikationen, führt Betrachter und Leser in ein Zwiegespräch mit Gesellschaft, Geschichte und Gegenwart. Ich freue mich, dass wir mit Alexander Kluge einen so herausragenden Heine-Preisträger 2014 gefunden haben.“

Der Heine-Preis wird, wie es in den Bestimmungen heißt, durch die vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf eingesetzte Jury „an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten“.

Der Preisträger Alexander Kluge

Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt als Sohn eines Arztes geboren. Nach seinem Abitur in Berlin studierte er ab 1950 Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik in Freiburg im Breisgau, Marburg und Frankfurt am Main. 1956 promovierte er mit seiner Dissertation über „Die Universitäts-Selbstverwaltung. Ihre Geschichte und gegen¬wärtige Rechtsform“. 1958 ließ er sich in Berlin und später in München als Rechtsanwalt nieder, schnell wandte er sich der literarischen Arbeit zu, absolvierte ein Volontariat bei dem Filmregisseur Fritz Lang und betätigte sich mit Erfolg als Filmemacher und literarischer Autor. Kluge erhielt in der Folge zahlreiche nationale und internationale Preise, unter anderem 1982 den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig, 2003 den Georg-Büchner-Preis und 2008 den Deutschen Filmpreis.

Der Großteil seines schriftstellerischen Werkes ist literarischer Natur – zumeist Kurzgeschichten. Die „Chronik der Gefühle“ ist eine Sammlung seines bis 2002 erschienenen literarischen Werks. 2003 kam mit „Die Lücke, die der Teufel lässt“ eine Zusammenstellung 500 neuer Geschichten hinzu, die sich insbesondere mit den Ereignissen des 11. September 2001 beschäftigen. 2006 veröffentlichte Alexander Kluge 350 weitere Geschichten unter dem Titel „Tür an Tür mit einem anderen Leben“. 2007 wurde Alexander Kluge das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Heine-Preis – bisherige Preisträger

Der Preis, den Düsseldorf als Vaterstadt zu Ehren des 1797 geborenen Heinrich Heine gestiftet hat, wird zum 19. Mal vergeben. Die bisherigen Heine-Preisträger sind unter anderem Carl Zuckmayer (1972), Pierre Bertaux (1975), Sebastian Haffner (1978), Max Frisch (1989), Richard von Weizsäcker (1991), Wolf Biermann (1993), Hans Magnus Enzensberger (1998), Elfriede Jelinek (2002), Robert Gernhardt (2004), Amos Oz (2008), Simone Veil (2010) und Jürgen Habermas (2012).

Kinder- und Jugendbibliothek wird erneuert

Nach 28 Jahren mit fast sieben Millionen Entleihungen und rund 2.500 Veranstaltungen ist die Kinder- und Jugendbibliothek der Stadtbüchereien am Bertha-von-Suttner-Platz erneuerungsbedürftig. Direkt nach den Herbstferien startet die Neugestaltung, deswegen bleibt der Kinder- und Jugendbereich in der Zentralbibliothek von Montag, 20. Oktober, bis Samstag, 15. November, geschlossen.

Die Rückgabe von Kinder- und Jugendmedien ist uneingeschränkt möglich, aber zur Ausleihe steht in dieser Zeit steht nur ein kleines Angebot an Kinder- und Jugendmedien im Lernstudio im Erdgeschoss bereit. Daneben kann das Angebot der 13 Stadtteilbüchereien genutzt werden, die alle über attraktive Kinder- und Jugendabteilungen verfügen, sowie die spezielle Kinderbücherei in Hassels.

Am Montag, 17. November, öffnet die runderneuerte Kinder- und Jugendbibliothek um 11 Uhr wieder ihre Türen. Ein besonderes Fest ist für Samstag, 22. November, geplant. Weitere Infos auf der Homepage der Stadtbüchereien Düsseldorf www.duesseldorf.de/stadtbuechereien.

Den Stand der Dinge kann man auch bei Facebook oder im Blog der Stadtbüchereien verfolgen:
www.facebook.com/stadtbuechereien.duesseldorf

www.stadtbuechereienduesseldorf.wordpress.com

Spatenstich für das Balletthaus

(Foto Stadt Düsseldorf/ Hochtief)

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg und die Firma Hochtief am Montag, 13. Oktober, den Baubeginn für das neue Balletthaus der Deutschen Oper am Rhein gefeiert und damit die Realisierung des Projekts in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) einen weiteren Schritt vorangebracht. Bereits im Sommer 2015 soll das neue Probenhaus der international renommierten Ballettcompagnie der Rheinoper seiner Bestimmung übergeben werden.

Den offiziellen Auftakt in Vertretung des Oberbürgermeisters machte Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin: „Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf mit der geplanten Fertigstellung des Balletthauses im Sommer 2015 einen weiteren bedeutenden ‚Kultur-Baustein‘ mit optimalen Trainings- und Arbeitsbedingungen für die Ballettcompagnie unseres renommierten Ballettdirektors Martin Schläpfer erhalten wird.“

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe erklärte: „Das neue Balletthaus ist eine Anerkennung der künstlerischen Leistung von Martin Schläpfer und seiner Compagnie, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge zur ‚Compagnie des Jahres‘ gewählt wurde.“

Opernintendant Prof. Christoph Meyer konstatierte: „Ein großartiges und deutschlandweit nahezu einzigartiges deutliches Bekenntnis zur Kultur, welches hier durch die Stadt Düsseldorf gesetzt wird. Im Namen der gesamten Deutschen Oper am Rhein danke ich herzlichst allen Verantwortlichen, die die Realisierung des neuen Balletthauses ermöglicht haben, sodass unser hervorragendes und inzwischen über alle Grenzen bekanntes Ballett nun auch unter optimalen Bedingungen seine Kreationen entwickeln kann.“

Ballettdirektor Martin Schläpfer fügte hinzu: „Ich finde es großartig, dass sich die Stadt Düsseldorf für den Bau eines neuen Probengebäudes entschieden hat. Sie stärkt damit nicht nur das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg, sondern setzt kulturpolitisch in schwierigen Zeiten ein starkes Zeichen, das europaweit ausstrahlen wird.

Das ÖPP-Projekt

Hochtief PPP Solutions übernimmt zusammen mit Hochtief Building die Planung und den Neubau des Balletthauses im Bereich des früheren Rheinbahndepots in Düsseldorf-Bilk. Die Kosten für Planung, Bau und Betrieb über 30 Jahre belaufen sich stichtagsbezogen zusammen auf rund 26 Millionen Euro.

„Wir werden dafür sorgen, dass die Ballettcompagnie pünktlich in ihre neuen Räumlichkeiten einziehen kann, um optimal in die neue Spielzeit zu starten“, versprach Sandra Irina Arendt, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Niederlassung Social Infrastructure Europe von Hochtief PPP Solutions.

Der Neubau entsteht nach den Plänen des renommierten Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner und erfolgt auf einer bisher freien Fläche neben dem ehemaligen Rheinbahndepot. Das Grundstück stellt die Stadt Düsseldorf der Projektgesellschaft im Rahmen eines Erbbaurechts zur Verfügung. Mieterin wird die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg.

Die Bauarbeiten sollen etwa ein Jahr dauern und im Sommer 2015 abgeschlossen sein. Hochtief PPP Solutions übernimmt im Rahmen eines Mietvertrags 30 Jahre lang die komplette Unterhaltspflicht für das neue Balletthaus wie Instandhaltung und Instandsetzung, Inspektion und Wartung, Reinigung sowie Pflege der Außenanlagen.

Aufgrund seiner Lage im Inneren des Straßenblocks zwischen dem denkmalgeschützten ehemaligen Straßenbahndepot und der Rückseite der Wohnbebauung ermöglicht das neue Gebäude dem Ballett der Deutschen Oper am Rhein ein Höchstmaß an konzentrierter Arbeitsatmosphäre. Auf etwa 3.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen fünf Säle mit Garderoben für 48 Tänzerinnen und Tänzer und die Ballettschule. Zwei Säle werden in Originalbühnenmaßen errichtet, die drei kleineren Säle dienen szenischen Proben. Die Tänzerinnen und Tänzer können in Nebenräumen auch physiotherapeutisch behandelt werden. Das neue Balletthaus beherbergt auch die Büros des administrativen Teams. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe: „Es wird ideale Bedingungen für einen kreativen Schaffens- und Arbeitsprozess sowie Raum zur künstlerischen Entfaltung bieten.“

Hochtief
Hochtief Solutions bündelt das Kerngeschäft des Hochtief-Konzerns in Europa und in ausgewählten Regionen weltweit. Das Unternehmen finanziert, plant, entwickelt, baut, bewirtschaftet und verwaltet Immobilien und Infrastruktureinrichtungen. Hochtief Solutions ist die Führungsgesellschaft der Konzern-Division Europe. In vielen Regionen und Geschäftsfeldern zählt das Unternehmen zu den Markt- und Innovationsführern. Weitere Informationen unter www.hochtief-solutions.de.

Newcomer-Bands: jetzt bewerben !

(Fotocollage © Jo Achim Geschke)

Einer der renommiertesten musikalischen Nachwuchswettbewerbe der Stadt sucht Bewerber – junge Talente können sich für den zakk Newcomer Contest qualifizieren!
Am Donnerstag, 20. November 2014, können sich wieder einmal die besten und kreativsten Newcomer-Bands aus Düsseldorf  im Rahmen  des 3-Tage-Rennens (20. – 22.11.) auf der zakk-Bühne beweisen.

Junge Talente aus den Bereichen Pop, Rock, HipHop, elektronische Musik sowie Reggae und Dancehall haben an diesem Abend die Chance, ihr Können dem Publikum sowie einer Fachjury zu präsentieren. Teilnahmevoraussetzung für die Bands ist ein maximales Durchschnittsalter von 23 Jahren. Die Proberäume zu verlassen lohnt sich, denn den Siegern winken attraktive Preise.

Die Bewerbung ist unkompliziert. Einfach eine Demo-CD, einen Infotext sowie ein Bandfoto schicken an:

zakk GmbH
NewcomerContest 2014
Fichtenstr. 40
40233 Düsseldorf

 

Elektronische Bewerbungen bitte an booking@zakk.de richten!

Bewerbungsschluss ist der 24. Oktober 2014

Comic-Workshop im Zakk

(Foto Comics auf Kacheln in Südfrankreich, © Jo Achim Geschke)

Ein bekannter Street-Art Künstler bietet im Zakk einen kostenlosen Comic-Workshop an. Unter Anleitung von Mexer aka Max Fiedler setzen sich Jugendliche mit dem Thema „Idiots & Idols“ auseinander. An seinen Arbeiten kommt man in der Stadt nicht vorbei: eine von Mexers großflächigen Arbeiten ist z.B. am Kunst- und Kulturzentrum Boui Boui Bilk zu sehen, wo regelmäßig Street-Art Stadtführungen starten.
Während der ersten Herbstferienwoche haben nun Jugendliche ab 14 Jahren Gelegenheit, den Künstler persönlich kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten. Das Thema der Comic-Werkstatt, die vom 6.10.-10.10. täglich ab 11 Uhr im zakk stattfindet, lautet „Idiots & Idols“. Warum sind bestimmte Personen Idole, andere Idioten? Für was stehen sie und für was möchte ich stehen? Mit diesen Fragen können sich die TeilnehmerInnen zeichnerisch auseinandersetzen und ihren eigenen Comic gestalten.
Für alle, die sich eher mit Worten ausdrücken möchten, konnte die Autorin Pamela Granderath als Anleiterin gewonnen werden.
Alle Comics und sämtliche Texte, die in dem Workshop entstehen, werden in Buchform veröffentlicht.

Kurzfristige Anmeldung noch möglich!
Anmeldung und Infos unter Tel. 0211/ 97 300-53, Robert Hillmanns, robert.hillmanns@zakk.de

Ein Projekt von:
Jugendmigrationsdienst der Diakonie und zakk, gefördert vom Landesverband Rheinland

Tote Hosen erhalten Josef-Neuberger-Medaille

Die „Toten Hosen“ mit Sänger Campino (52) erhalten für ihren jahrelangen Einsatz gegen Rassismus, Ausgrenzung und Rechtsextremismus am morgigen Mittwoch (1. Oktober) die hohe Auszeichnung der Jüdischen Gemeinde, die Josef-Neuberger-Medaille. Mit Ihnen geehrt wird Professor Thomas Leander von der Robert Schumann Musik-Hochschule.

 

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ehrt mit diesem Preis Personen des nichtjüdischen öffentlichen Lebens, die sich um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben.

Im vergangenen Jahr haben sich die Toten Hosen gemeinsam mit jungen Musikerinnen und Musikern der Robert Schumann Hochschule mit der von Nazis als „entartet“ stigmatisierten Musik beschäftigt. Mitte Oktober 2013 hatten die Düsseldorfer Musikerinnen und Musiker mit insgesamt drei Veranstaltungen in der Tonhalle daran erinnert, dass die Nationalsozialisten 75 Jahre zuvor in unmittelbarer Nähe – im Ehrenhof – mit der Ausstellung „entartete Musik“ jüdische und nicht-jüdische Komponisten diffamierten. Die Konzertabende standen unter dem Titel „Willkommen in Deutschland“ – benannt nach einem Song der Toten Hosen gegen Rechts. Das Programm, das in der Tonhalle gezeigt wurde, war breit gefächert. Es reichte von unterhaltsamer Filmmusik, über Kompositionen von den Comedian Harmonists und Kurt Weill, bis hin zu Schönbergs dramatischem Werk „Ein Überlebender aus Warschau“.

Viele der Künstler, deren Musik in der Zeit des Nationalsozialismus den Stempel „entartet“ aufgedrückt bekommen hat, wurden in der Nachkriegszeit totgeschwiegen und gerieten da-durch zum Teil in Vergessenheit. Deshalb ist es wichtig, dass ihre Werke heute wieder einem Publikum zugänglich gemacht werden. „Über das gemeinsame Engagement der Toten Hosen und des Sinfonieorchesters der Robert Schumann Hochschule haben wir uns sehr gefreut. Nur auf diese Art und Weise können wichtige musikalische Werke der Vergangenheit – und ihre Komponisten – dem Vergessen entrissen werden“, erklärte Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Mit der Verleihung der Josef-Neuberger-Medaille würdigt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf den Einsatz von Professor Thomas Leander, Prorektor der Robert Schumann Hochschule, und den Toten Hosen für die Konzerte im vergangenen Oktober, aber auch das jahrzehntelange Engagement der, weit über Deutschland hinaus bekannten, Düsseldorfer Punkrock-Band gegen Ausgrenzung und Rassismus. Schon vor über 20 Jahren schrieben die Toten Hosen ihr bekanntestes Lied gegen Rechts: „Sascha – ein aufrechter Deutscher“.

Den kompletten Erlös des gleichnamigen Single-Albums stellten sie dem „Düsseldorfer Appell gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ zur Verfügung. Immer wieder haben die Toten Hosen seitdem Stellung bezogen und laut und deutlich ihre Meinung geäußert, ob in Songtexten, bei Konzerten oder in Interviews.

Die Josef-Neuberger-Medaille

Seit 1991 verleiht die Düsseldorfer Gemeinde die Auszeichnung, die nach dem ehemaligen nordrhein-westfälischen Justizminister Prof. Dr. Dr. Josef Neuberger (1902 bis 1977) benannt ist. Neuberger ließ sich 1952 als Rechtsanwalt wieder in Düsseldorf nieder und war aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde, Vorsitzender des Gemeinderates sowie des Vorstandes. Mit seinem Namen sind eine aktive und erfolgreiche Gemeindearbeit ebenso wie der humane Strafvollzug und die Resozialisierung von Straftätern in Nordrhein-Westfalen untrennbar verbunden.

Zu den Trägern der Josef-Neuberger-Medaille zählen unter anderem Persönlichkeiten wie Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog, Bundestagspräsidentin a. D. Prof. Dr. Rita Süssmuth und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Den Auftakt machte 1991 der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und spätere Bundespräsident Dr. Dr. h.c. Johannes Rau. Im vergangenen Jahr wurde die Verlegerin und Gründerin der Friede Springer Stiftung Dr. h.c. Friede Springer ausgezeichnet.

(Jüdische Gemeinde Düsseldorf)