Archiv der Kategorie: Wirtschaft & Verbraucher

Es gibt Brennholz

Düsseldorfer können sich am Wochenende, 24. und 25. Oktober, 10 bis 16 Uhr, mit Brennholz für die kalte Jahreszeit eindecken: Das Gartenamt lädt die Bürgerinnen und Bürgern zu den Brennholztagen ein. 1.000 Kubikmeter Holz, das von den gefallenen Bäumen des Sturms „Ela“ stammt, wartet auf dem Parkplatz des Aquazoos, Kaiserswerther Straße 390, auf Abnehmer. Als Dank für das Engagement und das Verständnis der Düsseldorfer nach dem Unwetter wird das Holz kostenfrei abgegeben – allerdings werden die Abholer um eine freiwillige Spende für das Projekt „Neue Bäume für Düsseldorf“ gebeten. Das Gartenamt rechnet an den Brennholztagen mit über tausend Interessenten. Damit alles geordnet abläuft, ist eine genaue Planung und Vorbereitung wichtig.

Neben dem Gartenamt ist auch das Amt für Verkehrsmanagement, die Polizei und die Feuerwehr an der Organisation für die Brennholztage beteiligt. Alle helfen mit, dass es bei der An- und Abfahrt der Selbstabholer zu keinen Verkehrsproblemen kommt. Auch die Awista engagiert sich vor Ort. Das Brennholz selbst, 1.000 Kubikmeter Stammholz, lagert momentan noch auf dem Hauptbetriebshof des Gartenamtes, hinter der Arena in Stockum. Die hohen Holzstapel werden Stück für Stück in Container verladen. Die Container werden wiederum an den Brennholztagen zum Aquazoo-Parkplatz transportiert.

Am Freitag und am Samstag werden bis zu 30 Gartenamtsmitarbeiter bei der Verteilung des Brennholzes helfen. Ab 10 bis 16 Uhr können die größtenteils 30 bis 35 Zentimeter langen Holzstücke abgeholt werden. Auf den Parkplatz des Aquazoos gelangen die Pkw-Fahrer über Empfang und Spendenannahme zu den Containern mit dem Brennholz. Danach werden die Autofahrer über einen Fahrtweg auf der linken Seite des Parkplatzes wieder hinausgeführt. So wird der Verkehrsfluss bei An- und Abfahrt geregelt.
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Foto Grafik © Stadt

Es wird noch einmal auf die Vorgaben und Regeln für Abholer hingewiesen, um auch die Sicherheit zu gewährleisten:

Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen (maximal 1 Raummeter) an Privathaushalte, keine Wiederverkäufe.
Abgabe nur an Privathaushalte/Eigenverbraucher (es wird um eine freiwillige Spende gebeten).
Es wird kein abgetrocknetes, gespaltenes Holz abgegeben, lediglich größtenteils auf Kaminlänge gestutzt (zirka 30 bis 35 Zentimeter). Es handelt sich um Brennholz aus Eiche, Buche, Ahorn, Robinie, Platane, Tanne und Fichte.
Es dürfen keine privaten Sägen vor Ort eingesetzt werden.
Das Holz muss von den Abholern selbst eingeladen werden. Deshalb wird empfohlen, Handschuhe mitzubringen und den Kofferraum des Autos mit Plane oder Matten auszulegen.
Die Holzstämme müssen erst völlig trocken gelagert werden – abhängig von der Baumart sind das bis zu drei Jahre. Auch muss das Holz selbst gespalten werden.
Ladungssicherheit und maximale Zuladung beachten, das Holz ist sehr schwer, da es nicht abgetrocknet ist.

Dazu : https://josdepeche.wordpress.com/2014/10/24/brennholz-abgabe-am-samstag-fallt-aus/

Infotag zur Elektro-Mobilität

(Foto Elektrotanke © Jo Achim Geschke)

Neueste Entwicklungen im Hinblick auf Elektromobilität werden am Samstag, 25. Oktober, 10 bis 18 Uhr, auf dem Marktplatz vor dem Rathaus der Landeshauptstadt Düsseldorf vorgestellt. Der Aktionstag wendet sich an private und gewerbliche Interessenten, vor allem an Bau- und Wohnungsunternehmen. Veranstalter sind die Elektro-Innung Düsseldorf, die lokale Innung des Kfz-Gewerbes, die Stadtwerke Düsseldorf und das Umweltamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, die alle Informationen rund um die umweltschonende Fortbewegungsart anbieten. Schirmherr für die Veranstaltung ist Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Das Besondere des Aktionstages Elektromobilität ist, dass Interessierte dort einen Überblick über die komplette Bandbreite des Themas bekommen: Über die verschiedenen E-Fahrzeugtypen wird ebenso informiert wie über die Einrichtung einer „Heimtankstelle“. Auch zum Thema Ladeinfrastruktur in der Stadt stehen die Experten der teilnehmenden Partner Rede und Antwort. Sie beraten kostenlos zu allen Einzelfragen. Darüber hinaus können verschiedene Elektrofahrzeuge, darunter auch einige der Landeshauptstadt, am benachbarten Unteren Rheinwerft Probe gefahren werden. Die Stadtwerke Düsseldorf haben zudem eine Verlosung vorbereitet. Verlost wird insgesamt sechs Mal eine Stromgutschrift in Höhe von 500 Euro. Teilnehmen können Kunden, die einen Grünstromvertrag der Stadtwerke haben. Die Installation der Ladeinfragstruktur/Wallbox muss durch ein Elektro-Innungsmitglied vorgenommen worden sein. Postkarten für die Verlosung gibt es ausschließlich am Veranstaltungstag. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2014.

Elektrofahrzeuge sind besonders interessant für Fahrten innerhalb von Städten, da sie frei von Abgas-, Lärm- und Feinstaubemissionen fahren. Die Reichweiten liegen aktuell bei den gängigen Modellen zwischen 100 und 200 Kilometern. So bieten sich die batteriebetriebenen Fahrzeuge nicht nur für Unternehmen mit Fahrzeugflotten an, sondern auch für Privatnutzer. Zunehmende Bedeutung gewinnt das Thema auch für die Bau- und Wohnungswirtschaft, die Voraussetzungen dafür schaffen kann, bestehende Immobilien oder Neubauten „elektromobilitätsfit“ zu machen. Die zentralen Aufgaben sind, Lademöglichkeiten für die wohnortnahen Standorte von Elektroautos zu schaffen. Die Bedürfnisse rund um Mobilität und damit auch Elektromobilität sind vielfältig. Die mittlerweile alltagstauglich gewordene Elektromobilität bietet Alternativen für jeden Geldbeutel: vom Sportwagen bis zum Fahrzeug für Handwerker, von der Ladestation zuhause bis zu Stationen bei Firmen.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf unterstützt den Aktionstag der Innungen. Daher hat der Oberbürgermeister die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. „Düsseldorf verzeichnet seit vielen Jahren ein dynamisches Wachstum an Einwohnern und Arbeitsplätzen. Dadurch nimmt auch der Straßenverkehr immer mehr zu. In der Elektromobilität sehe ich ein geeignetes Mittel, damit dieses Wachstum nicht zu Beeinträchtigungen der Lebensqualität der Menschen in der Stadt führt“, erklärt Thomas Geisel.

„Im Fokus steht für uns die notwendige Infrastruktur genau dort, wo die Fahrzeuge tagsüber und nachts überwiegend stehen: zuhause oder am Arbeitsplatz. Unsere Veranstaltung bündelt das Know-how von Unternehmen und Organisationen, die sich bereits seit Jahren mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen und ihre Angebote verzahnen“, beschreibt Georg Eickholt, Obermeister der Elektro-Innung Düsseldorf das Angebot für die Aktionstagbesucher.

Für Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, ist ein mehrdimensionaler Ansatz von besonderer Bedeutung. Brockmeier: „Deshalb engagieren wir uns für die Schaffung von Ladeinfrastruktur, aber eben auch für die Schaffung zukunftsweisender Lösungen auf Quartiersebene bis hin zur intelligenten Verzahnung aller relevanten Verkehrsmittel“.

Horst Jansen, Geschäftsführer der Innung des Kfz-Gewerbes, weist darauf hin, dass die Industrie aktuell schon zahlreiche Fahrzeuge mit elektrifizierten Antrieben fertigt, die je nach Mobilitätsbedürfnis des einzelnen bereits heute, und nicht erst morgen, richtig gut passen. Und er lädt die Menschen ein: „Schauen Sie sich um auf dem Marktplatz der E-Mobilität in Düsseldorf – einer Veranstaltung, die Verbrauchern aufzeigt, wie man bereits heute fahren könnte: abgasfrei und leise“.

Mercedes: Sprinterwerk wird in den USA gebaut

(Foto : Sprinter werden im Düsseldorfer Hafen auf Schiffe verladen, © Jo Achim Geschke)

Der Mercedes-Konzern hat gestern entschieden: Die Sprinter-Transporter für die USA werden bald nicht mehr in Düsseldorf, sondern in den USA produziert. Damit werden laut IG-Metall und dem Betriebsrat bis zu 1800 Arbeitsplätze in Düsseldorfer Werk an der Rather Straße wegfallen. Für den amerikanischen Markt soll ein Werk in den USA gebaut werden (wir berichteten ausführlich). Bisher haben die Arbeiter am Daimler Werk gestreikt, es gab Apelle von allen Ratsparteien, die Produktion zu erhalten.

Allerdings sollen in das Düsseldorfer Werk rund 300 Millionen Euro investiert werden, der Sprinter weiterhin hier für den heimischen Markt vom Band laufen. Erst in den nächsten Wochen soll in der Stuttgarter Konzernzentrale eine Entscheidung darüber fallen, wie viele Stellen fortfallen. Eine Produktion in den USA könnte etwa 2018 anlaufen. Inzwischen sind an der Rather Straße 6500 Menschen beschäftigt.

Zurzeit rollen wie berichtet rund 700 Mercedes-Transporter jeden Tag vom Band in Derendorf. Die Arbeiten laufen wegen der großen Nachfrage in drei Schichten, wird die USA-Produktion verlagert, entfällt laut Betriebsrat eine Schicht. Ob die Mercedes-Mitarbeiter nochmals streiken werden, war gestern noch nicht sicher.

Die Transporter für die USA werden in Düsseldorf auf Binnenschiffe verladen und in die Seehäfen gebracht und dort zerlegt und in Container verpackt. Denn die USA erheben auf komplette Wagen hohe Einfuhrzölle, nicht aber auf die Einzelteile. Die Daimler-Konzernzentrale argumentiert, die Verpackung der Wagen und der Transport machten die Sprinter zu teuer, zudem brauche der Transport zu lange. Daimler drängt in den USA massiv auf den Markt und erfreut sich dort bereits über eine hohe Nachfrage.

 

OB Thomas Geisel sagte gestern im WDR-Fernsehen der Lokalzeit Düsseldorf, das Daimler zugesagt habe, dass die weitere Produktion des Sprinter in Düsseldorf bleibe und der Konzern hier rund 300 Millionen Euro investieren werde. Geisel betonte zudem, dass die Wirtschaftskraft in Düsseldorf nicht gefährdet sei, weil es hier einen guten Branchenmix gebe. IHK-Hauptgeschäftsführer Udo Siepmann sagte gestern mit Blick auf Daimler, auf betriebswirtschaftliche Überlegungen von Konzernen habe die Politik kaum einen Einfluss. Große global agierende Konzerne könnten nicht auf die Region schauen, für sie gelten andere Maßstäbe.

IHK zur Konjunktur: Optimismus in der Abwärtskurve

(Containerschiffe transportieren Exporte in andere Länder/ Foto © Jo Achim Geschke)

„Die Konjunktur macht im Augenblick eine Pause – hoffentlich“, sagt Dr. Dieter Porschen, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Das letzte Wort unterstreicht den durchaus sehr verhaltenen Optimismus, den die IHK zu Düsseldorf und die IHK für Neuss, Krefeld, Mönchengladbach, und Viersen nach ihrer Konjunkturumfrage bei 800 Unternehmen (mit rund 75.000 Beschäftigten) postulieren. Denn die Erwartungen bei den Unternehmen, was mehr Einstellungen von Mitarbeitern, Investitionen und die Aussichten für die kommenden Monate betrifft, sind alles andere als rosig. Der Ukraine-Russland-Konflikt mit seinen Restriktionen, die Schwäche von EU-Ländern und lahmende Wirtschaftsentwicklung auch in Schwellenländern, außerdem noch der riesige Investitionsstau in Deutschland machen den Unternehmen in Düsseldorf und der Region zu schaffen.

Kaum mehr Beschäftigung

Viele Unternehmen sehen vor allem in den politischen Rahmenbedingungen Risiken für ie Konjunktur, so Porschen. Die Auslandsnachfrage stagniere, vor allem im verarbeitenden Gewerbe (Industrie ohne Baugewerbe). Fast jeder vierte Betrieb allein in Düsseldorf schätzt die aktuelle Lage als schlecht ein (22,6), mehr als die Hälfte findet sie nur „befriedigend“, und die Erwartungen für 2015 lauten nur bei einem Drittel „gut“, aber 13 % meinen, die Lage werde schlechter. Das mit dieser Einstellung neue Stellen geschaffen werden, ist kaum anzunehmen, per Saldo wollen nur 2 % der Firmen mehr Arbeitskräfte einstellen, statt Stellen abzubauen. Und mehr Stellen, so die IHK, wollen nur die Dienstleister schaffen. Die IHK erwartet vor allem bei den Produzenten der Investitionsgüter ( etwa Maschinenbau) einen Beschäftigungsabbau. Was nichts daran ändert, so die IHK, dass Fachkräfte fehlen.

Die müssen, erläutert Siepmann, ja auch bezahlbare Wohnungen haben, „das ist ein wichtiger Standortfaktor etwa auch für Fachkräfte“. Die Bauwirtschaft ist daher guten Mutes, denn „wenn dass, was OB Thomas Geisel und die Ampel-Kooperation mit dem Wohnungsbau vorhaben, klappt, dann fluppt es auch in Düsseldorf“, meint Siepmann. Das Firmen wie SMS Siemag und Daimler (Sprinterwerk) Stellen abbauen, habe weniger politische als eben betriebswirtschaftliche Gründe, meint Siepmann.

Nach Branchenbetrachtet, so Siepmann, sind die IT-Dienstleister im Geschäftsklima-Index am optimistischsten für die weitere Entwicklung, wegen des Baubooms auch die Architektur- und Ingenieurbüros, das Schlusslicht bilden Maschinenbau und vor allem der Einzelhandel, der kaum etwas Positives für die kommenden Monate erwartet.

Investitionsstau

Der private Konsum liegt unter dem Europäischen Durchschnitt. Dazu kommt, darauf weist Porschen hin, dass die Investitionsquote in Deutschand und NRW „seit Jahren rückläufig ist. Die staatlichen Investitionen stagnieren seit Jahren.“ Mit fatalen Auswirkungen für alle: Straßen sind marode, Brücken gesperrt wegen Baufälligkeit. Das kostet wegen der zu fahrenden Umwege etwa Speditionen, die Güter in oder aus den Seehäfen transportieren, sechsstellige Summen, erläutert Dr. Udo Siepmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Nach Informationen von josdepeche will der Bund 1,25 Milliarden für Infrastruktur ausgeben, aber die nötigen Investitionen werden auf mehr als 9 Milliarden Euro gerechnet.

Export-Abhängigkeit

Ob die wirtschaftliche Entwicklung (Konjunktur) wirklich nur eine Pause macht oder ob in Deutschland ein Abschwung begonnen hat, wollen die IHK-Hauptgeschäftsführer nicht bewerten. Schließlich wolle man nicht einer Rezession das Wort reden, betont Dr. Porschen (IHK Mittlerer Niederrhein). Dennoch: Die Restriktionen im Russlandgeschäft wegen der Ukraine-Krise, die Lage im Irak, und die schwächelnden EU-Staaten wie Griechenland, Italien, Spanien, aber auch die Schwellenländer wie Brasilien, in die hiesige Unternehmen exportieren, geben keinen Anlass zu großem Optimismus. Und die Düsseldorfer Unternehmen, vor allem die Kleinen und Mittleren Unternehmen des Mittelstands (KMU), sind stark vom Export abhängig, weiß auch Siepmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Dazu kommt, dass auch in China das enorme Wachstum gebremst ist. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland im kommenden Jahr wurde vom Bund bereits von 1,8 auf 1,3 Punkte nach unten korrigiert.

RDM: Nachmieter müssen nicht jede Ablöse zahlen

(Foto : Manche Ablösesummen sind zum Wände hochklettern / © Jo Achim Geschke)

Viele Mieter wollen, dass nach dem Auszug ihre Nachmieter Möbel oder Einrichtungsgegenstände übernehmen und dafür eine Ablöse zahlen. Dabei sollten bestimmte Regeln beachtet werden, rät der Ring Deutscher Makler (RDM), Düsseldorf.

Das Ablöse-Thema ist besonders aktuell, weil voraussichtlich ab Mitte 2015 in vielen Orten der Region eine Mietpreisbremse eingeführt wird. Darauf hat sich Anfang des Monats das Bundeskabinett verständigt. Demnach darf bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich zehn Prozent steigen.

Die Bremse greift für jeweils fünf Jahre. Die Bundesländer müssen Maßgaben erarbeiten, auf deren Basis die Kommunen eine Mietbremse ziehen dürfen. Neubau-Wohnungen sind von der Verordnung ausgenommen.

 

Vermieter könnten auf die Idee kommen, zusätzliche Einnahmen in Ablösezahlungen zu verstecken und für Wohnungseinbauten vom Neumieter einen Extrabetrag einzufordern. Um auf diese Weise die verbotene Erhöhung zu kompensieren.

Aber auch Mieter in Regionen mit hoher Nachfrage nutzen möglicherweise die Gunst der Stunde, um dem Nachmieter die eingebaute Küche oder nicht benötige Möbel oder Lampen zu einem überhöhten Preis zu verkaufen. Sie verknüpfen diese Kosten, oft ohne Wissen ihres Vermieters, an die Vergabe der Wohnung. Welche Summen sind für ihre gebrauchten Gegenstände angemessen? Wann verstoßen sie gegen geltendes Recht?

 

Juristisch gesehen wird mit einer Übertragung von Möbeln oder Wohnungseinbauten ein Kaufvertrag geschlossen. Solche Vereinbarungen sind nur zulässig, wenn der Vermieter beziehungsweise Altmieter die Gegenstände nicht zu überhöhten Preisen an den neuen Mieter veräußern will. „Der Gesetzgeber spricht von einem Missverhältnis, wenn der Kaufpreis bei über 50 Prozent des tatsächlichen Wertes liegt“, erläutert RDM-Vorsitzender Jörg Schnorrenberger. Bis zu dieser Höhe bleibt der Ablösevertrag gültig. Liegt der aktuelle Zeitwert einer Kücheneinrichtung bei 1.500 Euro und zahlt der Nachmieter 5.000 Euro, bleibt der Ablösevertrag bis zur Summe von 2.250 Euro (1.500 Euro plus 50 Prozent (750 Euro)) gültig. Die restlichen 2.750 Euro kann er zurückfordern. Der Zeitwert der Einrichtungsgegenstände werde aus Neupreis, Alter und Zustand ermittelt, so Immobilienexperte Schnorrenberger.

Der Nachmieter sollte darauf hinwirken, dass die Ablösevereinbarung ein zusätzlicher Vertrag ist, unabhängig vom Mietvertrag. Dann kann dieser auch einzeln angefochten werden, falls die Summe überzogen war. Geht der Nachmieter von einem Wucherpreis aus, ist er gut beraten, sich den Kaufvertrag zeigen zu lassen und beim Einzug die übernommenen Gegenstände zu fotografieren. Zahlt er die Summe in bar, sollte er sich dies quittieren lassen. Um den Wert der Sachen festzulegen und die zu viel gezahlte Summe rückfordern zu können, muss der Mieter gegebenenfalls einen Sachverständigen einschalten, der den Zeitwert fachgerecht ermittelt. Außerdem sollte er im Vorfeld nachfragen, ob der Vermieter dem Verbleib der Gegenstände zustimmte.

 

Abschlagszahlungen unzulässig

Im Gegensatz zu Ablösevereinbarungen sind Abschlagszahlungen unzulässig. Dies meint das Ansinnen, dass der Nachmieter an seinen Vormieter oder Vermieter eine Zahlung leisten soll, damit der bisherige Nutzer die Wohnung räumt. Der Vormieter, der mit Zustimmung des Vermieters einen Nachmieter sucht, darf von diesem auch keine Prämie oder Maklerprovision verlangen. Erlaubt ist lediglich die Erstattung seiner Umzugskosten. Allerdings kann er nur seine tatsächlichen Umzugskosten in Rechnung stellen.

So will der Gesetzgeber unterbinden, dass Vermieter oder Mieter mit der Räumung von Wohnungen Geld verdienen. Der Nachmieter kann in diesem Fall das gezahlte Geld zurückverlangen. Ebenso wie bei Ablösezahlungen verjähren auch hier die Ansprüche drei Jahre nach der Zahlung.

 

Zum RDM Bezirksverband Düsseldorf

Der Ring Deutscher Makler (RDM), Bezirksverband Düsseldorf e.V. ist eine berufsständische Interessensvertretung von Dienstleistern rund um die Immobilie. In dem Berufsverband sind unter anderem Immobilienmakler, Verwalter, Finanzierer und Sachverständige vertreten. Die 129 Mitglieder sind im Ballungsraum Düsseldorf in den Städten und Kreisen Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Mettmann, Neuss und Viersen tätig. Wer Mitglied werden will muss Fachkenntnisse nachweisen und über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen.

IHK informiert Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

Die IHK Düsseldorf informiert Jugendliche, die in diesem Jahr noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, am Donnerstag, 23. Oktober, von 9 bis 16 Uhr, unter Telefon 0211 3557-436 über ein berufsvorbereitendes Langzeitpraktikum, die sogenannte Einstiegsqualifizierung.

 

Das IHK-Ausbildungsteam beantwortet Fragen wie: Welche Voraussetzungen müssen Bewerber mitbringen? Wie lange dauert ein solches Langzeitpraktikum? Wie hoch ist die Praktikumsvergütung? Wo finden Bewerber Praktikumsplätze für die Einstiegsqualifizierung?
Der kostenlose Beratungsservice wird durch das Projekt „Starthelfer/ Ausbildungsmanagement“ aus Mitteln der EU und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Ausstellung „Für Draufsetzer“ in der Handwerkskammer

(Foto Vernissage  HWK Wilfried Meyer)

Das kommt dabei heraus, wenn Handwerker, Design-Talente und angehende Architekten sich mit der „Idee“ des Stuhls auseinandersetzen: ein „Laufsteg“ für Stühle, Sitzsäcke aus Beton oder ein Liegestuhl, der von der Decke hängt. Kurz: einmalige Sitzgelegenheiten. Noch bis zum 31. Oktober präsentieren junge Design-Talente ausgefallene Sitzmöbel im Foyer der Handwerkskammer. Gestaltende Handwerker sowie Studenten und Absolventen der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg, Aachen, der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster und der Peter Behrens School of Architecture (FH Düsseldorf) nutzten die ganze Vielfalt an Materialien wie raues Holz, kühles Metall oder Beton, farbige Seile, Stoff und Leder, um ihre Ideen umzusetzen: mal frei, mal mit einer vorgegebenen Gestaltungsaufgabe, oft spielerisch, immer konstruktiv.

 

Im Vordergrund stehen die individuelle Herangehensweise und der experimentelle Charakter durch bewusste Wahrnehmung komplexer Entwurfsvorgänge. „Mit der Schau wollen wir Aussteller und Besucher auch dazu einladen, handwerkliche und kreative Erfahrungen zu bewerten und zu diskutieren“, erklärt Organisator Uwe Müller-Biebel. Eine Gelegenheit, mit Handwerkern und Designern, Werkstattleitern, Dozenten und Studenten direkt ins Gespräch zu kommen, bot die gut besuchte Vernissage am vergangenen Sonntag, die Kammerpräsident Andreas Ehlert vor gut 250 geladenen Gästen offiziell eröffnete. Mit einem Zitat von Ludwig Mies van der Rohe verwies er auf die prominente Beschäftigung mit dem Thema „Sitzen“: „Es ist einfacher, einen Wolkenkratzer zu entwerfen als einen Stuhl.“

 

Die Handwerks-Akademien in Aachen und Münster sowie die Kreativ-Studiengänge der Fachhochschule Düsseldorf bilden ein wichtiges Bindeglied zwischen Handwerk, Kunst und Design. Nicht selten vervollkommnen hier gestandene Handwerksmeister ihre gestalterischen Fähigkeiten – und erweisen sich damit als besonders erfolgreich. Sichtbar nicht zuletzt an vielen Wettbewerben, in denen sich besonders jene kreativen Köpfe auszeichnen, die auf eine solide handwerkliche Grundlage bauen können. Beispiele in der Ausstellung gibt es viele, so Steinmetz Matthias Kohn, der mit einem Betonhocker 2008 die „DesignTalente“ gewann oder Metall-Stühle von Winfried Schneider, die ebenfalls 2008 ausgezeichnet wurden. Ausstellungsbesucher können außerdem anhand von Prototypen und Weiterentwicklungen einen spannenden Einblick in Entwurfs- und Herstellungsprozesse gewinnen.

 

„Wir setzen eins drauf!“ verdeutlicht deshalb nicht nur den Qualitätsanspruch des Handwerks, es eignet sich auch als künstlerisches Leitmotiv für die Auseinandersetzung mit dem „ältesten Sitzmöbel der Welt“. Die unterschiedliche Ausrichtung der Studiengänge ist an den Exponaten abzulesen und stellt mal das Handwerkliche, mal Idee und Entwurf in den Fokus. Interessant auch die Vielzahl der Objekte, mit denen die Studenten der FH aufwarten. Ihnen standen für ihre Arbeiten drei festgelegte Materialien zur Verfügung: Besenstiele, MDF-Platte und farbige Seile.

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober 2014 in der Handwerkskammer zu sehen, geöffnet montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr (sonn- und feiertags geschlossen). Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

IHK: Etliche Lehrstellen unbesetzt – jetzt noch bewerben

(Foto Ausbildung Archivbild © Jo Achim Geschke)

„Das Ausbildungsengagement der Unternehmen im IHK-Bezirk Düsseldorf bleibt auf hohem Niveau stabil“. Mit diesen Worten fasst IHK-Geschäftsführer Clemens Urbanek, Leiter der Abteilung Berufsbildung/Prüfungen, das Ergebnis der Ausbildungszahlen für 2014 zusammen. So habe die IHK zum 30. September mit 5.034 (Vorjahr: 5.066) neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bei den Industrie-, Handels- und Dienstleistungsberufen nur einen geringfügigen Rückgang (-0,6 Prozent) zu verzeichnen.

 

Trotz der IHK-Initiative „Ausbildung klar machen!“ mit den Highlights Azubi-Speed-Datings, der Sommer-Lehrstellenaktion und der Vermittlung von Ausbildungsplätzen über die Telefon-Hotline hätten zahlreiche Betriebe nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können. Auf die IHK-Berufe entfallen erfahrungsgemäß rund zwei Drittel des regionalen Ausbildungsmarkts.
„Besonders viele Ausbildungsverträge wurden in diesem Jahr im Hotel- und Gaststättengewerbe (+10 Prozent) und im Handel (+7 Prozent) abgeschlossen. Dagegen konnten vor allem Banken und Versicherungen (-20 Prozent) nicht genügend geeignete Bewerber finden. Während die Firmen im Kreis Mettmann 30 Verträge mehr (+1,9 Prozent) als im Vorjahr abschließen konnten, ging die Zahl in Düsseldorf um 62 Verträge oder minus 1,8 Prozent zurück.

„Zu berücksichtigen ist dabei, dass unsere Unternehmen nicht nur Jugendlichen aus der Landeshauptstadt und dem Kreis Mettmann den Start ins Berufsleben ermöglichen. 2.330 Jugendliche oder 46 Prozent der neuen Auszubildenden kommen von außerhalb unseres IHK-Bezirkes, vor allem aus dem Ruhrgebiet“, so Urbanek.

 
Wer für 2014 noch keinen Ausbildungsplatz habe, solle den Kopf nicht hängen lassen, sondern die Nachvermittlung nutzen, die die Arbeitsagentur gemeinsam mit IHK und Handwerkskammer auch in diesem Jahr anbiete. Darüber hinaus helfe die IHK unter der Telefonnummer (0211) 3557-436 kontinuierlich bei der Lehrstellensuche, auch gebe es noch viele Angebote für eine Einstiegsqualifizierung.

Stadtsparkasse fördert junge Naturwissenschaftler

Das Competence Center Begabtenförderung (CCB) des Schulverwaltungsamtes bietet spezielle Förderungen für naturwissenschaftlich begabte Kinder und Jugendliche an, darunter auch Robotikkurse. Herzstück der Kurse sind ab sofort die so genannten NAOs, vollständig programmierbare, autonom agierende, humanoide Roboter. Die Stadtsparkasse Düsseldorf fördert den naturwissenschaftlichen Nachwuchs mit einer Spende über 23.000 Euro an die Stiftung Begabtenförderung, dank derer zwei der NAO-Roboter beschafft werden können. „Mit der Unterstützung möchten wir ein Zeichen für die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses in Düsseldorf setzen“, sagte Arndt Hallmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Düsseldorf, im Rahmen der offiziellen Spendenübergabe.

Die etwa 50 Zentimeter großen, menschenähnlichen Roboter können vollständig programmiert werden und zum Beispiel sprechen, die Gesprächspartner per Gesichtserkennung anschauen, laufen, sitzen, Fußballspielen, Rettungsaktionen ausführen und vieles mehr. „Ich bedanke mich für die Unterstützung durch die Stadtsparkasse. Mit der NAO-Programmierung können wir naturwissenschaftlich begabten Jugendlichen einen praktischen Zugang zu Computerwissenschaften, Mechanik, Elektrotechnik und Steuerungstechnik vermitteln“, so Burkhard Hintzsche, Schuldezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Durch die Einführung in spezielle Programmiersprachen nehmen die Jugendlichen aus dem Projekt Qualifikationen mit, von denen sie später in verschiedenen beruflichen Kontexten profitieren können. Zudem zeigen sich bei der Arbeit mit dem NAO-Roboter schnell Erfolgserlebnisse: Ein Zusammenbau ist nicht nötig, es kann direkt mit der Anwendung begonnen werden und die Anwendung ist für Anfänger und Fortgeschrittene möglich. „Die Attraktivität des Systems bietet speziell auch Mädchen Anreize mitzumachen“, war sich die Leiterin des CCB, Sabine Warnecke sicher. Zu den Vorteilen der Arbeit mit dem NAO-Roboter gehört auch, dass Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit gefördert werden. Auch die ethischen Fragestellungen der heute immer präsenten Verfügbarkeit von Technik werden intensiv diskutiert, um den Schülerinnen und Schülern einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den Möglichkeiten und Grenzen von Zukunftstechnologien zu erschließen. Gemeinsames Ziel ist es, das Interesse Düsseldorfer Schüler an Naturwissenschaften und Technik möglichst lebendig und praxisnah zu wecken und zu fördern.