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Das war die Woche oder Geisel und der Platz

Kolumne und Kommentar zur politischen Woche.

Der neue OB hat heute Geburtstag. Noch keine 100 Tage im Amt, – traditionell eine Schonfrist in der Politik  – und schon mitten in der Sause der politischen Polemiken, Angriffe und Politikerschelte. Eine willkommene Gelegenheit, dem SPD – OB eins auszuwischen , denn die CDU hat wohl noch immer nicht verkraftet, dass sie keine Mehrheit mehr im Rat hat und nun versucht, die anderen Parteien aufzubringen – noch kurz vor den Beschlüssen der drei Parteien zur Ampel. Angebliches Aufreger-Thema : Der Joachim-Erwin-Platz. Also ich hab mich mehr aufgeregt über andere Vorgänge in der Landeshauptstadt. Vor vielen Jahren hat mir der damalige OB Erwin am Rande einer Pressekonferenz gesagt: „Man kann auch den Jan-Wellem-Platz verkaufen.“ Da hat niemand ernsthaft an so etwas gedacht. Ich auch nicht. Ich finde, man sollte den Platz vor Breuninger und Apple und anderen Luxus-Shops ruhig nach Erwin benennen. Der Mann hat viel bewegt in der Stadt, auch das Luxus-Kaufhaus und den Kö-Bogen ermöglicht, im Gegensatz zu CDU und Dirk Elbers, die nur noch die Ideen nach 2008 ausgeführt haben. Allerdings gehen weit mehr Menschen über den künftigen Platz vor dem Bilker Bahnhof, und das sind Zigtausende. Täglich. Wäre also auch eine gute Idee. Warum sperren sich manche dagegen ?

Aber ich finde, es gab ganz andere Aufreger-Themen in den vergangenen Wochen und Tagen. Die Opposition hat die Pflicht, auf Missstände in der Mehrheits-Politik hinzuweisen. Dass die CDU sich Themen sucht, wo die neue Mehrheit im Rat und der neue OB am Beginn seiner Amtszeit vielleicht nicht sehr gradlinig entscheiden können, ist auch OK. Aber warum gab es keine eindeutige Presseerklärung der CDU-Ratsfraktion zum Erhalt der Arbeitsplätze beim Sprinter-Werk ? Nunja …

Ach ja: Das Brennholz. Hunderte Bürger aus Düsseldorf und den Nachbargemeinden holten sich Brennholz ab – gegen eine Spende. 1300 Kubikmeter sind weggegangen. Das ist ne Menge Holz. Und zusammengekommen sind rund 3700 Euro als Spende. Macht bei 1400 Wagenladungen (laut Presseamt) pro Düsseldorfer 2,70 Euro Spende … Ich finde, das könnten mehr sein. Nunja …

Und dann prügeln sie verbal auf den OB ein, weil der ganz konsequent gesagt hat, er will Wohnungen und nicht den Erhalt der Waldschänke. Einige hundert Bürger sind für den Erhalt des Hauses. Das kostet allerdings … Vielleicht kann man dort in neu entstehenden Wohnungen einen Treffpunkt einrichten für die Bürger im geschichtsträchtige Viertel ? Und dann dennoch rundherum Wohnungen bauen, die die Landeshautstadt dringend braucht, weil es in den vergangenen Jahren von der CDU-Mehrheit kaum Anstrengungen gab, bezahlbare Wohnungen bauen zu lassen? Nunja …

Aber nun langsam, liebe CDU: Auch die Opposition hat 100 Tage Schonfrist, um sich an ihre neue Rolle als Minderheit im Rat, als Opposition, einzugewöhnen. In den vergangenen Jahren hat die Opposition immer mit eigenen rationalen Vorschlägen, Anträgen und Diskussionen Politik gemacht. Ist immer alles abgelehnt worden im Rat. Nun ja …

 

Schöne kommende Woche noch – Allen ! Ihr Jo Achim Geschke

Brennholz: Abgabe am Samstag fällt aus

(Foto Brennholzabgabe Freitag © Stadt)

Die Nachfrage war so groß am Freitag, dass die Brennholzabgabe der Stadt am Aquazoo für den Samstag abgesagt werden musste, teilte die Stadt jetzt mit. Es wurden bereits 1300 Kubikmeter Holz aus den Sturmschäden abgegeben und abgeholt. Schon zum Start der kostenfreien Abgabe des Sturmholzes herrschte ein großer Andrang: Entlang der Kaiserswerther Straße bildete sich eine lange Autoschlange, geduldig warteten die Brennholz-Interessenten darauf, sich „ihren“ Raummeter Brennholz gegen eine Spende für die Aktion „Neue Bäume für Düsseldorf“ in den Wagen laden zu können. Stamm für Stamm landete in den Kofferräumen oder auf den Anhängern der Abholer. Am frühen Nachmittag zeichnete sich ab: Das Holz wird nicht für einen zweiten Abgabetag reichen – der Brennholztag am Samstag, 25. Oktober, muss abgesagt werden!

Insgesamt 1300 Kubikmeter Sturmholz sind an der Abgabestelle auf dem Parkplatz am Aquazoo verteilt worden, 300 Kubikmeter davon hatte die Forstabteilung des Gartenamtes zusätzlich noch am Freitag angeliefert. „Wir hatten mit großem Zuspruch gerechnet, aber dass die Leute bereits am ersten Tag unseren gesamten Sturmholzbestand plus einer Nachlieferung abholen, davon konnten wir nicht ausgehen“, sagt Gartenamtsleiterin Doris Törkel, die bedauert, dass diejenigen, die sich am Samstag Sturmholz sichern wollten, dafür nun keine Möglichkeit haben.

Zum Start der Aktion schaute auch Oberbürgermeister Thomas Geisel vorbei – und packte gleich mit an und hievte einige Holzklötze auf den Anhänger eines Gerresheimer Bürgers. Die Holzvergabe am Aquazoo verlief bis zum Nachmittag absolut reibungslos. „Die Stimmung ist bestens, die Leute haben Spaß an der Aktion, viele spenden und bisher gab es auch keine Probleme“, bestätigte Silke Wilhelm, die mit insgesamt 30 Gartenamtsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern den Brennholztag vor Ort koordinierte und die Abholer zu den insgesamt 8 Ladeplätzen leitete.

Am Brennholztag zudem beteiligt waren die Awista, die half den Brennholznachschub in Containerfahrzeugen heranzufahren, die Verkehrsüberwachung, die für die geordnete Wegeführung sorgte und die Polizei, die den fließenden Verkehr im Auge hielt. Für alle Fälle standen zudem zwei Sanitäter an einem Behandlungszelt bereit.

Nachdem sich abzeichnete, dass das Holz nicht mehr für einen zweiten Brennholztag ausreichen wird, wurden alle vorhandenen Bestände bereits am Freitagnachmittag verladen, damit die Wartenden sich nicht umsonst vor der Abgabestelle eingereiht haben.