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Brennholz: Abgabe am Samstag fällt aus

(Foto Brennholzabgabe Freitag © Stadt)

Die Nachfrage war so groß am Freitag, dass die Brennholzabgabe der Stadt am Aquazoo für den Samstag abgesagt werden musste, teilte die Stadt jetzt mit. Es wurden bereits 1300 Kubikmeter Holz aus den Sturmschäden abgegeben und abgeholt. Schon zum Start der kostenfreien Abgabe des Sturmholzes herrschte ein großer Andrang: Entlang der Kaiserswerther Straße bildete sich eine lange Autoschlange, geduldig warteten die Brennholz-Interessenten darauf, sich „ihren“ Raummeter Brennholz gegen eine Spende für die Aktion „Neue Bäume für Düsseldorf“ in den Wagen laden zu können. Stamm für Stamm landete in den Kofferräumen oder auf den Anhängern der Abholer. Am frühen Nachmittag zeichnete sich ab: Das Holz wird nicht für einen zweiten Abgabetag reichen – der Brennholztag am Samstag, 25. Oktober, muss abgesagt werden!

Insgesamt 1300 Kubikmeter Sturmholz sind an der Abgabestelle auf dem Parkplatz am Aquazoo verteilt worden, 300 Kubikmeter davon hatte die Forstabteilung des Gartenamtes zusätzlich noch am Freitag angeliefert. „Wir hatten mit großem Zuspruch gerechnet, aber dass die Leute bereits am ersten Tag unseren gesamten Sturmholzbestand plus einer Nachlieferung abholen, davon konnten wir nicht ausgehen“, sagt Gartenamtsleiterin Doris Törkel, die bedauert, dass diejenigen, die sich am Samstag Sturmholz sichern wollten, dafür nun keine Möglichkeit haben.

Zum Start der Aktion schaute auch Oberbürgermeister Thomas Geisel vorbei – und packte gleich mit an und hievte einige Holzklötze auf den Anhänger eines Gerresheimer Bürgers. Die Holzvergabe am Aquazoo verlief bis zum Nachmittag absolut reibungslos. „Die Stimmung ist bestens, die Leute haben Spaß an der Aktion, viele spenden und bisher gab es auch keine Probleme“, bestätigte Silke Wilhelm, die mit insgesamt 30 Gartenamtsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern den Brennholztag vor Ort koordinierte und die Abholer zu den insgesamt 8 Ladeplätzen leitete.

Am Brennholztag zudem beteiligt waren die Awista, die half den Brennholznachschub in Containerfahrzeugen heranzufahren, die Verkehrsüberwachung, die für die geordnete Wegeführung sorgte und die Polizei, die den fließenden Verkehr im Auge hielt. Für alle Fälle standen zudem zwei Sanitäter an einem Behandlungszelt bereit.

Nachdem sich abzeichnete, dass das Holz nicht mehr für einen zweiten Brennholztag ausreichen wird, wurden alle vorhandenen Bestände bereits am Freitagnachmittag verladen, damit die Wartenden sich nicht umsonst vor der Abgabestelle eingereiht haben.

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Sturmschäden: Zehn Jugendliche aus acht Nationen helfen

(Foto © Jo Achim Geschke)

Zehn junge Leute aus acht Nationen sind derzeit in Düsseldorf bei der Landschaftspflegestation Hexhof zu Gast. Sie machen keinen Urlaub, sie arbeiten sehr fleißig und helfen mit, die Sturmschäden im Forst zu beseitigen. Die Arbeiten sind körperlich sehr anstrengend, die jungen Leute aus acht Nationen machen sie freiwillig und haben auch noch Spaß dabei.

Es sind Teilnehmer eines Internationalen Workcamps, das schon zum 16. Mal von der Forstabteilung des Gartenamtes in Zusammenarbeit mit dem Service Civil International Bonn organisiert wird. „Dieses Jahr hat der Sturm Ela den Workcamp-Teilnehmern eine besondere, sehr arbeitsintensive Herausforderung gestellt. Umso schöner ist es zu sehen, mit welcher Begeisterung die jungen Menschen sich an die Arbeit machen und zeigen: Gemeinsam kann man viel bewegen – und es macht so auch noch viel mehr Spaß“, sagt Gründezernentin Helga Stulgies.

Diesmal sind acht weibliche und zwei männliche Teilnehmer drei Wochen in Düsseldorf zu Gast. Die zehn jungen Frauen und Männer kommen aus der Türkei, Polen, Taiwan, Spanien, Ukraine, Deutschland, Russland und Albanien. Neben der Beseitigung von Sturmschäden haben sie aber auch noch eine kreative Aufgabe zu erfüllen. An einem Teich, der bei einem früheren Workcamp geschaffen wurde, wird nun noch eine Benjeshecke angelegt. „Die gerodeten jungen Bäume und Büsche wurden gemeinsam zu einer Benjeshecke aufgeschichtet. So hat das Material dann noch einen Nutzen“, erklärt Roger Bähr, Revierleiter der Landschaftspflegestation Hexhof.

Seinen Namen hat das Buschwerk, das nicht gepflanzt wird, sondern aus einer Ablagerung von dünnen Ästen und Zweigen von Baumkronen besteht, von Landschaftsgärtner Hermann Benjes. Im Gegensatz zu Pflanzungen, wird diese erst nach ihrer Errichtung lebendig: Nach und nach werden die Äste mit Brombeeren und anderen Pflanzen durchwachsen sein und eine natürliche Hecke bilden. Neben ihrer Barrierefunktion wird sie dann Vogelarten Raum zum Nisten bieten.

Seit dem 25. August sind die Workcamp-Teilnehmer in Düsseldorf im Einsatz. Zu ihrem Arbeitspensum gehören unter anderem Exkursionen durch die grünen Landschaften Düsseldorfs. Im Nachgang zum Sturm Ela wurden von der Gruppe Kronenteile und Baumreste beseitigt, zudem bekamen sie von den Forstarbeitern eine Gefahrenbaumfällung einer sehr starken Eiche demonstriert. Weitere Arbeiten wie das Freischaufeln von Querschlägen für Regenwasser an steilen Wegestücken im Revier Mitte, Kulturzaunabbau am Rotthäuser Weg als neue Fläche zur Deckung fürs Wild gehörten genauso zum Programm wie interessante Freizeitaktivitäten, zum Beispiel die Teilnahme am Stadtfest Essen und der Zeche Zollverein sowie Besuche von Amsterdam und der zeitweiligen „Heimatstadt“ Düsseldorf. Mit einem Grillabend am Donnerstag, 11. September, feiert die Runde dann Abschied von Düsseldorf.

Hintergrund: Workcamp

Das Camp wird mit dem Service Civil International SCI Bonn organisiert. Betreut wird das Projekt von Forstwirten und Bundesfreiwilligendienstlern der städtischen Landschaftspflegestation Hexhof. Die am Elbsee ansässigen Sportvereine unterstützen die Aktion unter anderem mit Booten, Schwimmwesten und der Bereitstellung ihrer Anlagen. Die Workcamp-Teilnehmer sind zwischen 18 und 26 Jahre alt. Ihre Arbeit ist auf der Landschaftspflegestation sehr willkommen. Der Hexhof betreut über 200 verschiedene Biotope in den Außengebieten der Stadt, die zwölf Naturschutzgebiete und die Naturdenkmale der Stadt. Da ist wenig Zeit für zusätzliche Projekte, die lassen sich nur gemeinsam mit den Freiwilligen realisieren. Die Workcamp-Teilnehmer haben eine Vier-Tage-Woche. Montags bis donnerstags sind sie von 7 bis 15.30 Uhr im Einsatz. Darüber hinaus findet ein reger Austausch an Informationen in Sachen Kultur und internationaler Küche statt,
und es gibt Einblicke in verschiedene Lebensbedingungen und Gesellschaftssysteme. Das abwechslungsreiche Begleitprogramm belegt, dass Freizeit Aktivitäten neben der Arbeit nicht zu kurz kommen.

Informationen zum Hexhof:

https://www.duesseldorf.de/stadtgruen/landschaft/natur_artenschutz/index.shtml

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